Auszüge aus dem Buch

Grußwort des Trägers des Welternährungspreises Dr. Hans R. Herren
Weder die »Grüne Revolution« noch die Gentechnik können einen nachhaltigen Beitrag zur Bekämpfung von Hunger und Armut leisten. Auch wenn die »Grüne Revolution« gebietsweise zu enormen Produktionssteigerungen geführt hat, so konnte sie Probleme in Asien und Afrika doch nicht wirkungsvoll bekämpfen. Gentechnik, jetzt vorgeschlagen als Grundlage zur zweiten »Grünen Revolution«, ist durch ihre Patentierbarkeit von großem Interesse für die Global Player in der Lebensmittelwirtschaft, und es ist die Industrie, die Milliarden in die Forschung und in Propaganda steckt, um die Fassade aufrechtzuerhalten, sie täte dies im Interesse der Menschheit.
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Vorwort des Herausgebers
Sind gentechnisch veränderte Pflanzen wirklich gesundheitlich unbedenklich, wie es in schöner Regelmäßigkeit mal von den Vertretern der Gentechnikkonzerne, mal von Regierungsvertretern und immer wieder auch von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verkündet wird? Warum verschwinden Studien, die zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen? Österreich und Italien haben sich für gentechnikfrei erklärt.
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Stimmen wissenschaftlicher Kollegen:
Árpád Pusztai ist eine wissenschaftliche Stimme, die immer wieder auf Schwachstellen und offene Probleme bei der Risikobewertung von genmanipulierten Lebensmitteln hinweist. Árpád Pusztai ist ein altmodischer Wissenschaftler, im besten Sinn des Wortes, durch und durch integer, und ganz der wissenschaftlichen Wahrheit verschrieben.

Florianne Koechlin, Blauen Institut, Schweiz

Dieses Buch ist eine lang erwartete Aufarbeitung des Themas von Arpad Pusztai und Susan Bardocz. Ihnen ist eine ausserordentlich sachliche Analyse wichtiger Themen rund um die Gentechnik gelungen. Dass gerade Arpad Pusztai und Susan Bardocz jedoch kein Buch der persönlichen Abrechnung über eines der finstersten Kapitel der Debatte um die Sicherheit von Gentechnik in Lebensmitteln verfasst haben – zu der sie unendlich viele, sehr gute Gründe gehabt hätten – spricht für ihre tadellose Integrität und ihren unerschütterlichen Glauben an wissenschaftiche Argumente. Beide haben nicht nur mutig und mit grosser Zivilcourage die wissenschaftliche Diskussion zu diesem Thema massgeblich und nachhaltig beeinflusst, sondern auch aufgezeigt, wie wichtig unabhängige Wissenschaft im Dienste der Gesellschaft ist.

Angelika Hilbeck, ETH Zürich, Institute für Integrative Biologie, Schweiz

Die wissenschaftliche Forschung läuft immer mehr Gefahr, zum Spielball von Konzerninteressen zu werden. Zur Untersuchung möglicher gesundheitlicher Risiken durch Genmodifikation ist eine unabhängige Sicherheitsforschung unerlässlich. Der “Fall Pusztai” zeigt, in welchem Geflecht zwischen wissenschaftlicher Exaktheit und politischer Konformität die Wahrheit auf der Strecke bleibt – zum Schaden aller.

Prof. em. Dr. Michael Succow

Ohne die gewissenhafte und sorgfältige wisssenschaftliche Arbeit, die Arpad und Susan in den Jahren 1997 bis 1998 durchgeführt haben, würden heute wahrscheinlich alle Amerikaner und Europäer mit jeder Mahlzeit Produkte aus gentechnisch veränderten Früchten, Gemüsen, Getreidesorten und sogar Nutztieren essen.
Ihre Professionalität unter dem Druck der diffamierenden Attacken der Biotech-Industry auf ihre Integrität und Fachkompetenz sind ein leuchtendes Beispiel für Zivilcourage in unserer Zeit.
Als ich Arpad und Susan kennenlernte, war ich von Ihrem unerschütterlichen Vertrauen in die Wissenschaft und die Gemeinschaft der Wissenschaftler sehr beeindruckt, obwohl sich in schändlicher Weise einige der führenden wissenschaftlichen Institutionen in Großbritannien an den gegenstandslosen Angriffen auf ihre Arbeit beteiligt hatten.
Daher ist es mehr als angemessen, dass Arpad und Susan mit diesem prestigeträchtigen Preis geehrt werden. Ich möchte meinen lieben Freunden hiermit von Herzen gratulieren.

Charles Benbrook, PhD
Chief Scientist
The Organic Center

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